DER PROFESSIONELLE BUSINESSPLAN für Hoteliers und Gastronomen
Ihr Fahrplan für eine erfolgreiche Zukunft:

Wer braucht einen Businessplan und aus welchem Grund?

Mit Ihrem Businessplan geben Sie Ihrem Kreditgeber (KFW, Privatinvestor oder Ihre Bank) einen realistischen Einblick in Ihr Geschäftsvorhaben. 

Daher ist es von enormer Wichtigkeit, dass dieser Businessplan professionell erstellt wird und sich aus dem Zahlenwerk eine Vorschau der von Ihnen angestrebten Umsatzzahlen und Ihrem zu erwartendem Gewinn über die ersten 5 Jahre Ihres geplanten Geschäftes ergibt - also eine realistische und erreichbare Geschäftstendenz.

Ebenso ist ein zum Businessplan gehörendes Konzept Ihre Erfolgsvisitenkarte, die Ihnen von Anfang an zu einer guten Bankeinstufung und damit zu einer stabilen Liquidität verhilft. 


Ihr Bankberater kann die Investition in Ihr Unternehmen vor dem Vorstand vertreten und die Vorstände von Ihrer fachlichen Qualifikation und Ihrer exzellenten Geschäftsfähigkeit überzeugen. 

Auch dient ein Businessplan als wichtige Orientierung für Sie als Unternehmer.

Die Erstellung eines Businessplans ist einerseits notwendig, um eine Struktur für Dein unternehmerisches Vorhaben zu schaffen. Mit dem Businessplan schaffst Du Klarheit in Deiner Planung und einen Überblick über die praktischen Erfordernisse Deines Unternehmens. Der Businessplan leistet einen unverzichtbaren Beitrag bei der Überführung Deiner geschäftlichen Idee in die betriebliche Praxis.

Zudem formulierst Du mit dem Businessplan betriebliche und wirtschaftliche Ziele, die Du im Geschäftsalltag nicht aus den Augen verlieren solltest. Der Businessplan legt die Grundlage für eine Bestandsaufnahme, nachdem Deine Firma bereits eine Zeit lang aktiv ist: Welche Bestandteile Deines Plans hast Du tatsächlich umgesetzt? Hast Du Deine Ziele zum geplanten Zeitpunkt erreicht? Entwickelt sich Dein Unternehmen so, wie es der Businessplan vorgibt?

Businessplan für Ihre Finanzierung

Neben der Notwendigkeit, Deine Geschäftsidee durch einen Businessplan in eine umsetzbare Form zu gießen, fordern Kreditinstitute für die Vergabe von Krediten einen Businessplan, zu dem auch ein solider Finanzplan gehört. Im Finanzplan erstellst Du eine wirtschaftliche Berechnung, die Aussagen trifft über die Rentabilität Deines Gründungsvorhabens. Mit dem Businessplan und dem angegliederten Finanzplan präsentierst Du Deine Geschäftsidee und die dazu gehörende Umsetzungsplanung gegenüber Dritten und setzt Dich damit einer unabhängigen und neutralen Beurteilung aus. 

Präsentation Ihrer Geschäftsidee

Wie wichtig eine treffende Darstellung der eigenen Ideen ist, kann man unschwer an erfolgreichen Crowdfunding-Projekten erkennen. Wer viel Arbeit und Kreativität in eine Crowdfunding-Aktion investiert, um seine Ideen und die Planung zur Umsetzung zu vermitteln, kann oftmals in kurzer Zeit erfolgreich darin sein, die Finanzierung zusammenzubekommen. Schwierig wird es, wenn Gründer auf Schwarmfinanzierung hoffen, weil sie davon ausgehen, ihre Idee überzeuge von alleine und erfahre Unterstützung, ohne eine gründliche Planung zu präsentieren. Kaum anders ist es mit Banken und Zuschüssen für Gründung oder Fördermittel. Du musst genau darlegen können, wie sich Dein Geschäfts-Vorhaben gestaltet und entwickelt.

Welche Bestandteile gehören zu einem Businessplan?

Der Businessplan erläutert Deine unternehmerischen und wirtschaftlichen Ziele im Detail und legt auch die Planung für die Finanzierung des Vorhabens offen. Die Grundlagen des Geschäftsplans als zentrale Bausteine des Businessplans befassen sich mit der Geschäftsidee und stellen eine Definition der Marktsituation auf. Ebenso sollten Konkurrenzunternehmen mit einbezogen sein. Auch Risiken denen das Unternehmen ausgesetzt ist, sollten aufgeführt sein, um Ihre Einschätzung realistisch erscheinen zu lassen. 

Aufbau und Inhalt eines Businessplans

Zu einem gründlich vorbereiteten Businessplan gehört die gtründliche Ausarbeitung der folgenden Themen

  • Darstellung der Geschäftsidee
  • Gründerprofil, möglichst mit Beschreibung Ihres beruflichen Werdegangs
  • Markteinschätzung mit transparenter Berechnung des Umsatzpotentials 
  • Darstellung der Wettbewerbssituation
  • Werbung und Vertrieb sowie realistischer Personalbedarf
  • Mögliche Lieferanten und Geschäftspartner
  • Struktur und Organisation des Unternehmens
  • Personalmanagement, falls Personal geplant ist
  • Risikoeinschätzung
  • Sorgfältiger und realistischer Finanzplan für kommende 5 Jahre

Geschäftsidee

Der erste Abschnitt Deines Businessplans befasst sich am besten mit Deiner Geschäftsidee. Hier gilt es, das Produkt oder Deine Dienstleistung sowie vorhande Zielgruppen, die Du erreichen möchtest, zu beschreiben. Arbeite dabei auch Deine Besonderheiten (Alleinstellungsmerkmale) heraus und begründe, warum gerade Dein Angebot für Kunden attraktiv ist. Daneben solltest Du darlegen, welche Entwicklung Du für Dein Unternehmen anstrebst. Formuliere hierfür die Ziele, die Du Deinem Unternehmen hinsichtlich seiner Qualität, seines Serviceangebotes und seines Wachstums setzt. 

Gründerprofil

Im Gründerprofil beschreibst Du Deine Ausbildung sowie Deine direkten Qualifikationen mit bereits erworbenen Berufs- und Branchenerfahrungen. Gehe dabei auch insbesondere auf Deine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse ein. Schildere zudem, welche Beweggründe Dich in die Gründung eines eigenen Unternehmens geführt haben. Gegebenenfalls hast Du bereits Erfahrungen als Geschäftsführer eines Unternehmens gemacht, die Du für Dein neues eigenes Unternehmen nutzen kannst. Neben Deinem eigenen Profil stellst Du an dieser Stelle auch Deine Kontakte und Referenzen vor, die Deine Kenntnisse und Berufserfahrung nachweisen. Um das Gründerprofil abzurunden, gehst Du auch auf Deine speziellen Aufgaben im neuen Unternehmen ein und führst aus, wie viel an Arbeitszeit Du in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen Deiner neuen Firma investieren willst. 

Analyse der Marktsituation an Deinem Standort

In diesem Teil Deines Businessplans beschreibst Du Deine Branche und deren Position und Marktsituation. Hierfür kannst Du Dich auf seriöse Statistiken und Studien berufen. Definiere genau Deine Zielgruppen, die Du mit welchen Methoden ansprechen wirst, indem Du Angaben darüber machst, ob Du Restaurantgäste oder Hotelgäste beziehungsweise kleine oder große Vereine und Reisegruppen ansprechen möchtest. Gehe auch auf das Alter, die Kaufkraft, das Konsumverhalten oder auf das Geschlecht Deiner Zielgruppen ein. Aus den ersten Komponenten der Marktsituation kannst Du bereits erschließen, wie groß das Marktvolumen für Dein Angebot ist. Untersuche dabei auch, ob es Entwicklungen in Deiner Branche gibt, die den Markt und Dein Absatzgebiet in absehbarer Zeit verändern werden. Beschreibe in diesem Zusammenhang auch, welche Methoden Du einsetzen wirst, um auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Wenn Du bereits über Kundenkontakte verfügst, dann gehört auch die Angabe dieser Kundendaten in Deiner Analyse der Marktsituation.

Situation des bestehenden Wettbewerbs

In diesem Abschnitt Deines Businessplans führst Du aus, wer Deine Mitbewerber sind und durch welche Eigenschaften Sie sich voneinander unterscheiden. Auch das Erkennen von Schwächen und Stärken bei Deinen Mitarbeitern qualifiziert Dich als Führungsperson. Schließlich gehört in die Beschreibung der Wettbewerbssituation auch der Preisvergleich der Konkurrenzangebote mit der eigenen Dienstleistung. Vergleiche auch die Preisstrategien und Vertriebskanäle Deiner Konkurrenten, um für Deine eigene Kalkulation Schlüsse zu ziehen.


Vertrieb und Marketing

Führe unter dem Thema Vertrieb und Marketing aus, welche Werbeaktivitäten Du unternehmen wirst und wie hoch die voraussichtlichen Kosten hierfür ausfallen. Stelle dar, welche Methoden Du für Dein Marketing einsetzen wirst, um Deine Zielgruppe zu erreichen und über welche Kanäle Du Deine Werbung organisieren wirst. Dazu gehören zum Beispiel die eigene Webseite, Social-Media-Aktivitäten sowie Anzeigen, Kataloge oder Broschüren. Wenn Du regional aktiv bist, dann lege hier fest, welche Zielgruppen in welchen Gebieten Du erreichen möchtest. 

Geschäftspartner und Lieferanten

Um Deine Geschäftsaktivitäten auszuüben, wirst Du mit zuverlässigen Lieferanten und Geschäftspartnern kooperieren. Stelle für diese Kooperationspartnern eine Liste auf, in der Du beschreibst, welche Waren oder Leistungen Du von welchen Lieferanten und Partnern beziehen wirst. Sollten besondere Beziehungen, wie zum Beispiel bindende Vereinbarungen oder Preisvorteile bestehen, dann führe auch diese Vorteile in Zahlen aus. Stelle auch dar, inwieweit Du für den Bezug Deiner Materialien auf Alternativen zurückgreifen kannst. 

Organisation und Struktur des Unternehmens

Beschreibe in Deinem Businessplan, wie Du Dein Unternehmen organisieren wirst, indem Du die Unternehmensform angibst und ausführst, welche Genehmigungen und Anmeldungen Du für den Betrieb benötigst. Stelle hier die Geschäftsführung und deren Stellvertreter sowie deren Aufgabenverteilung im Einzelnen vor. Bestimme, wer für die Kundenakquise nach der Gründung, den Einkauf, den Vertrieb oder für das Marketing und die sorgfältige Buchhaltung zuständig ist. Beschreibe zusätzlich, wie Du die Arbeitsprozesse für die Herstellung von hochqualitativen Produkten oder für Dein Dienstleistungsangebot sicherstellst. Besteht Personalbedarf in Deinem Unternehmen, dann gehst Du auch hierauf genau ein. Führe dabei aus, welchen Bedarf an Mitarbeitern Dein künftiges Unternehmen bzgl. ihrer Anzahl, ihrer Qualifikation und ihrer Art benötigt.

Risikoanalyse

Stelle nicht nur die speziellen Vorzüge Deines Unternehmens und Deine Erwartungen vor. Gehe auch auf mögliche unvorhersehbare Schwierigkeiten ein. Stelle daher genau dar, welche Probleme bei Deinem Unternehmen einstellen können und führe Deine Lösungen aus. Überlege dabei genau, welche Maßnahmen Du bzgl. Kundenbindung ergreifen wirst, wenn Kunden ausbleiben, wenn plötzlich neue Konkurrenz in Deinem Einzugsgebiet auftritt, wenn Dein Produkt nachgemacht wird oder wenn Du keine qualifizierten Mitarbeiter findest. Auch für den Fall, dass Dein Unternehmen zu schnell wächst oder dass Gäste Ihre Rechnungen nicht bezahlen solltest Du vorbereitet sein, indem Du Lösungsansätze vorbereitest. 

Aussehen des Finanzplans

Der Finanzplan definiert die wirtschaftliche Berechnung des Unternehmens. Entwickle eine Übersicht, die den Kapitalbedarf und die zukünftige Entwicklung mit den zu erwartenden minderen Einnahmen darstellt. Der Finanzplan umfasst daher die Investitionsplanung mit Spielraum, eine Gewinn- und Verlustplanung sowie die Planung der nötigen Liquidität. Zu einem gut ausgearbeiteten Finanzplan gehören die folgenden Punkte:

  • Anfänglicher Kapitalbedarf
  • Realistische Lebenshaltungskosten
  • Umsatz und Rentabilität sowie Wachstum in den kommenden 5 Jahren
  • Erhaltung der Liquidität

Kapitalbedarf

Der Kapitalbedarf definiert, welche finanziellen Mittel Du benötigst, um Dein Unternehmen zu gründen. Liste hierbei auch Wertgegenstände auf, die Du in Dein Unternehmen einbringst, wie zum Beispiel das eigene Auto oder den bisher privaten PC. Denn sie gehören dann zu den Vermögenswerten des Betriebs. Gliedere bei der Aufstellung Deinen Kapitalbedarf in drei Teile. Im ersten Teil stellst Du die Kosten für die Gründung auf, um danach die mittelfristigen Kosten darzustellen. Im dritten Teil stellst Du den langfristigen Bedarf vor, für die Du Kapital benötigst.

Persönliche Lebenshaltungskosten

Lege an dieser Stelle offen, welche Kosten Dein persönlicher Lebensunterhalt erfordert. Der Gewinn Deines Unternehmens muss mindestens so hoch sein, dass er langfristig die Lebenshaltungskosten deckt.

Umsatz und Rentabilität

Die Planung des Umsatzes und der Rentabilität legt offen, wie sich Dein Vorhaben langfristig lohnen wird. Erstelle eine Planung für den Umsatz und stelle diesem die zu erwartenden Ausgaben gegenüber. Die Planung solltest Du für einen Zeitraum von fünf Jahren anlegen. Dabei sollte die Planung im ersten Jahr jeden einzelnen Monat berücksichtigen. Liegen nach der Aufnahme des Betriebs die ersten Zahlen vor, dann kannst Du einen unmittelbaren Vergleich zwischen Deiner Planung und der tatsächlich erzielten Rentabilität anstellen. Auf diese Weise kannst Du frühzeitige Kurs-Korrekturen einleiten. 

Zur Umsatzkalkulation und Rentabilitätsplanung gehört auch die sogenannte Break-Even-Kalkulation. Diese stellt dar, ab welchem Zeitpunkt die Umsätze aus Deinem Unternehmen die Betriebs- und Lebenshaltungskosten decken. 

Liquidität

Für die Planung der Liquidität ist auch die Einbeziehung unvorhergesehener Ereignisse erforderlich. Zum Beispiel könnte ein Einbruch im Absatz oder Preiserhöhungen durch Lieferanten sowie private Vorkommnisse dazu führen, dass der Kapitalbedarf unerwartet steigt oder dass der Umsatz sinkt. Mit einem Liquiditätsplan schaffst Du eine realistische Übersicht über die Liquidität Deines Unternehmens innerhalb des ersten Jahres. Hierfür berücksichtigst Du die Zahlungstermine für Zahlungsein- und Ausgänge. Gerade in den ersten Jahren nach der Gründung solltest Du laufend einen Liquiditätsplan erstellen, um die Entwicklung Deines Unternehmens genau zu beobachten. 

Wo bekommst Du Hilfe für Deinen Businessplan?

Wer nicht sicher ist, wie er einen Businessplan erstellen kann, lässt sich am besten beraten. Das geht zum Beispiel bei den Handelskammern. Viele Selbstständige sind verpflichtend Mitglied in einer Kammer, haben also Zugang zu den dort gebotenen Beratungsdienstleistungen.

Speziell für Neugründer bieten die Industrie- und Handelskammern eine kostenlose Erstberatung, die neben Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten auch den Businessplan zum Thema hat. Darüber hinaus erhältst Du dort auch Informationen hierzu.